Euro Masters Regatta 2026 in München: 4 x Gold

21.08.2026 | Kategorien: ,

Fotos: J. Hein, GetPica, R. Paini, Volker Severin

Vom 23. bis 26.07.2026 fand in München die Euro Masters Regatta auf der dortigen Olympiastrecke von 1972 statt.
Aus unserer Mastersgruppe machten sich Martin Moje und Volker Severin auf den Weg nach München, da die anderen ARVH-Masters verhindert waren.
Diese beiden vertraten den Alster-RV Hanseat in insgesamt 17 Rennen, einmal sogar doppelt.

Nach der langen Anfahrt startete noch am Dienstagabend das Einrudern in den Renngemeinschaftsbooten. Desgleichen auch am Mittwoch, bevor die Regatta am Donnerstag begann.


Martin (auf 1) und Mark aus Bramsche mit Goldmedaillen

Den Anfang machte Martin zusammen mit seiner Zweierpartnerin Laura vom RC Rapid Berlin. Mit ihrem 4. Platz konnten sie sich für das Finalrennen in der Altersklasse A am Sonntag qualifizieren.
Für Volker lief es im Renngemeinschafts-Doppelzweier nicht so gut. Das Boot landete auf dem letzten Platz.


Volker (auf Schlag) mit Uwe im Doppelzweier. Foto mit freundlicher Genehmigung von GetPica

Martin fuhr hingegen erfolgreich in Renngemeinschaft mit Mark aus Bramsche im Doppelzweier der Altersklasse B (Mindestdurchschnittsalter 36). Im Laufe des Rennens erarbeiteten sie sich die Führungsposition, dicht gefolgt von dem Boot aus Polen. Den Abstand hielten sie mit enormer Anstrengung bis ins Ziel, so dass Martin am Siegersteg anlegen durfte.

Martin hatte an diesem Tag noch nicht genug. Er stieg noch in den Einer. Gegen starke Konkurrenz konnte er einen 4. Platz herausrudern, hauchdünn hinter dem 3. Boot. Seine Zeit genügte jedoch, um am Sonntag die Trophy mitrudern zu dürfen.


Siegreich im Mixed Doppelzweier Alstersklasse A: Martin (links) gemeinsam mit Carina und Malte von der Allemannia sowie Franziska vom MRSV Bayern. Foto mit freundlicher Genehmigung von J. Hein

Am Freitag lag Martin bereits um 8:30 Uhr mit dem Renngemeinschafts-Mixed Vierer Altersklasse A am Start. Gemeinsam mit Carina und Malte von der Allemannia sowie Franziska vom MRSV Bayern fuhr das Boot einen überzeugenden Sieg mit einer knappen Länge Vorsprung ein. Der Weg zum Siegersteg musste nicht mehr gesucht werden.

Volker stand in der Zwischenzeit auf der Waage, da an diesem Tag seine beiden Leichtgewichts-Einerrennen anstanden (Höchstgewicht 72,5 kg). Zunächst ging es in seiner Altersklasse F (Mindestalter 60 Jahre) an den Start. Ein knappes Rennen entwickelte sich zwischen ihm und einem Schweizer Ruderer, der sich ganz knapp gegen Volker durchsetzen konnte.
Zwei Stunden später startete Volkers Rennen in der jüngeren Altersklasse E. Bei 7 Meldungen sollte Volker in der 1. Abteilung gegen drei Gegner fahren. Drei weitere Ruderer sollten in der 2. Abteilung starten. Nach zwei Abmeldungen in der 2. Abteilung schickte man den verbliebenen Ruderer – den schnellsten – mit der 1. Abteilung ins Rennen. Gegen ihn erruderte Volker einen 2. Platz. Die anderen Gegner konnte er sicher distanzieren. Die erhoffte Goldmedaille aber ging nun leider knapp an den Konkurrenten.


Volker Severin vor dem Start im Zweier. Foto mit freundlicher Genehmigung von GetPica

In der Zwischenzeit ruderte Martin mit Tim vom Norder RC in der Alterklasse A auf einen dritten Platz, hauchdünn hinter dem 2. und auch nur knapp hinter dem Siegerboot.

Am Samstag durfte Martin wieder früh raus, wieder in einem Mixed-Doppelvierer, diesmal in Renngemeinschaft mit WSAP Hamburg, Norder RC, RV Hoya in der Altersklasse C (Mindestdurchschnittsalter 43). In einem soliden Rennen erreichten sie den 4. Platz von 6 Booten.

Für Volker ging es am Samstag in den Achter (Altersklasse E, Mindestdurchschnittsalter 55) in Renngemeinschaft mit München und Landshut. In dem stark besetzten Rennen konnte auch hier ein 4. Platz von 6 Booten errudert werden.

Martin wechselte in den Doppelzweier, diesmal mit Martin vom RV Hoya in der Altersklasse C. In einem starken Rennen erkämpften sie hinter den Booten aus Österreich und Italien den 3. Platz.

Volker startete als nächstes in seinem Renngemeinschaftsdoppelzweier in der etwas jüngeren Altersklasse E. Diesmal konnten sie immerhin ein Boot hinter sich lassen.


Die siegreiche Mannschaft aus Hamburg im Mixed Doppelvierer Alstersklasse B: Martin (2. v. l.) mit Malte von der Allemannia sowie Laura und Nina von der WSAP Hamburg. Foto mit freundlicher Genehmigung von J. Hein

Zum Abschluss des Samstages wollte Martin sich die nächste Medaille sichern. Es war sein drittes Rennen im Mixed Doppelvierer auf dieser Regatta. Nach den Altersklassen A und C fehlte noch B. Zusammen mit Malte von der Allemannia sowie Laura und Nina von der WSAP Hamburg ging es auf die Strecke. Lange Zeit führte das italienische Boot, doch in einem starken Endspurt schob sich die Crew mit Martin noch vorbei und sicherte sich den Sieg. Nach diesem spannenden Rennen war die Freude besonders groß und die Medaillen wurden gerne in Empfang genommen.


Der Hamburger Mixed Doppelvierer Altersklasse B im spannenden Rennen (T1). Foto mit freundlicher Genehmigung von J. Hein

Schon brach der letzte Regattatag an. Der Sonntag stand im Zeichen der Trophy-Rennen für die Einer und die Mixedboote. Außerdem wurden die Rennen im Mixed Achter ausgetragen.

Auch diesmal machte Martin den Anfang. Im Finale der Einer in der Altersklasse A wollte er beweisen, dass er, entgegen seiner üblichen Aussage, doch ein guter Einerruderer ist. Trotz des 6. Platzes ist ihm dies auch gelungen. Er fuhr nur ganz knapp hinter dem 5. über die Ziellinie und war auch nicht allzuweit von den Plätzen 3 und 4 entfernt.
Im späteren Mixed Doppelzweier-Rennen mussten er und Laura den anderen fünf gestarteten Booten den Vortritt lassen.

Interessant war das letzte Rennen mit Hanseat-Beteiligung. Dies war der Mixed Achter der Altersklasse C. Sowohl Martin als auch Volker gingen in verschiedenen Achtern an den Start. Volker in Renngemeinschaft mit Schleißheim, München und Nürnberg, Martin in deutsch-italienischer Kombination.


Die siegreiche Mixed Achter Mannschaft am Steg. Foto mit freundlicher Genehmigung von R. Paini

Von Beginn an lag Martins Boot in Führung. Der Achter mit Volker konnte noch einige Zeit recht weit vorne mitfahren, ging dann aber als 4. Boot von 5 über die Ziellinie, während der Achter mit Martin den Vorsprung bis ins Ziel retten konnte. Technisch wäre das Boot noch sehr ausbaufähig, wie Martin bemerkte. Der Achter mit Volker lief dagegen ganz rund. Hier fehlte leider die Power, um ganz vorne mitfahren zu können. Dafür durfte Martin seine 4. Medaille in Empfang nehmen.

Aus den vielen Renngemeinschaften lässt sich bereits erkennen, dass inzwischen einige Kontakte zu anderen Vereinen bestehen. Weitere Bekanntschaften sind hinzugekommen.
Es hat gerade auch dadurch sehr viel Spaß gemacht, bei dieser großen Regatta dabei zu sein und man freut sich bereits auf die nächsten.

Auch das dort angebotene Essen war sehr gut, allerdings fehlte es etwas an Auswahl. Unverzeihlich aber war das fehlende Kuchenangebot. Erst am 2. Regattatag kam ein Verkaufswagen dazu, der auch Kuchen anbot, allerdings nur Kuchen aus der Tiefkühltruhe eines Supermarktes. Jede kleine Regatta ist in dieser Hinsicht besser aufgestellt.