Mit dem Strom dem Atlantik entgegen

17.09.2025 | Kategorie:

Ruderwanderfahrt auf dem Duoro, Portugals nördlicher Lebensader
13. bis 18. April 2025

Fahrtenleitung: Row For Fun, Portugal
Text: Marc Tornow · Fotos: Fahrtenteilnehmer

Der Sonntag gehörte auch in Portugal den Tagesgästen. Früh am Morgen hatten sie sich am Bahnhof von Porto in Reihen gesammelt, traten von einem auf das andere Bein, prüften noch einmal ihre Rücksäcke und mitgebrachten Provianttüten. Gespanntes Warten auf die Regionalbahn nach Portinho, ganz im Osten des Landes an der spanischen Grenze.


Zug nach Pocinho

An dem schließlich einfahrenden Museumszug hatte die Eisenbahngesellschaft wohl wissentlich eines sonntäglichen Andrangs zwei zusätzliche altmodische Wagons angekoppelt, die offensichtlich bis heute tadellos gepflegt ihren Dienst taten. Als die Garnitur quietschend zum Halten gekommen war und der allgemeine Run auf die besten Plätze in Fahrtrichtung rechts eingesetzt hatte, fiel der Blick im Perron kurz auf eine glänzende Messingplakette. Die Wagen waren in den 1970er-Jahren in der Schweiz gebaut worden. Wie anno knipp thronten alle Passagiere drinnen wie auf Omas altem Sofa. Gemütlich zurückgelehnt auf einer Art gut gepolsterter Pritsche sitzend rumpelte der Zug übers Land. Hinter den Scheiben bildeten bald nach der Abfahrt sanft geschwungene Berge einen malerischen Rahmen, der von den Wassern des Flusses Duoro gekreuzt wurde. Bei diesem Anblick machte manch einer dicke Backen. Weniger wegen der grauen, bleiern über der Natur klebenden Wolken, mehr wegen des wild wirbelnden Gewässers unterhalb des eingleisigen Bahndamms. Er folgte weitgehend dem Flusslauf, der sich dadurch nie ganz aus den Augen verlor, sondern immer wieder als sprudelnde Passage voller gefährlicher Untiefen, dann wieder als rauschte Frohnatur zeigte. Der Duoro schien weit entfernt von einer romantischen Wasserstraße. Eher fühlte man sich bei dem sich abzeichnenden Wellengang an eine Wildwasserfahrt in Nordamerika erinnert. Und auch das Frühjahr zeigte den Gästen die kalte Schulter: Es war regnerisch, windig und frisch.
Während der knapp vierstündigen Fahrt auf einer der schönsten Eisenbahnstrecken Europas hatten sich die herrlich behäbig dahin ratternden Wagons nach und nach geleert. Die meisten Passagier der Comboios de Portugal Entitade Pública Empresarial – der portugiesischen Eisenbahngesellschaft – waren schon nach der Hälfte der Fahrt ausgestiegen, und als mit Portinho die Endstation erreicht war, befand man sich fast allein im Zug. Am Ziel begrüßten strahlend die Tourguides Bernado und Juan die drei Mannschaften auf dem Bahnsteig. Die beiden verdienten sich mit der Durchführung von Ruderpartien entlang des Duoro etwas zu ihrem Lebensunterhalt. Das Hausgewässer grüßte auch gleich schon wieder hinter dem Bahnhof. Während droben die im 1970er-Jahre-Look knallig orange lackierte Diesellok umrangiert wurde und mit einem lauten Signal zur Rückfahrt nach Porto ansetzte, dümpelten unten bald schon die drei reservierten Ruderboote im dunklen Wasser des Flusses.


Hinterland

Ein erster Staudamm und seine dazugehörigen Überlandleitungen lagen nach wenigen Meilen außer Sichtweite. Passend zum nunmehr strahlenden Sonnenschein erstreckten sich beiderseitig des Ufers nahezu unberührte Landschaften – Hügelketten, auf denen weder Landwirtschaft betrieben, noch gebaut werden durfte. Im Nachmittagslicht funkelte das Flusswasser, an Land glänzten silbrig die Halme robuster Gräser, und knorriges Gehölz hatte mit üppig grünen Ästen am Hang Halt gefunden. Ruderschlag um -schlag wandelte sich die Szenerie und rostbraunes Felsgestein reckte sich bald Dutzende Meter steil empor. Die in vielerlei Grüntönen schimmernde Natur war mit jedem Durchzug der Blätter mehr und mehr in eine Art Canyon gewechselt, in dem sich kräftiger Westwind wie in einer Turbine beschleunigte und die Wellen vor dem Bug immer höher peitschen ließ.
Der wechselhafte Einstieg in die insgesamt knapp 180 Kilometer lange Ruderpartie sollte sich gleichsam wie ein Hinweis auf die weiteren fünf Rudertage empfehlen: viel Wind von vorne, eine druckvoll rauschende Welle unterm Kiel sowie immer die Ahnung auf einen Wolkenbruch am Horizont – aber eben auch die Aussicht auf romantisch-wilde Bergpartien, die sich wie hier im Concelho bis auf rund 800 Meter auftürmten.


Murça

Nach den ersten 19 Ruderkilometern ging es mit Minibussen vom glitschig steinigen Flussufer hinauf in das zauberhaft gelegenen Bergdorf Murça. Hoch über dem Tal des Duoro boten eine Anzahl liebevoll umgebauter Bauernhäuser Quartier für die ersten beiden Nächte. Solide Stein-bauten aus groben Feldsteinen errichtet, die sowohl größter Hitze wie auch der überraschend kalten Winterzeit trotzten. Tatsächlich sollte kurz nach der Weiterfahrt aus Murça hier oben noch einmal Schnee fallen – mit derart herausforderndem Wetter hatte wohl kaum jemand bei einem Besuch im Südwesten Europas Ende April gerechnet. Und so residierten alle Mannschaften gut geschützt in der historischen Bausubstanz, die sich drinnen samt Wohnzimmer und geräumiger Schlafräume stilecht eingerichtet präsentierte. Die Ferienhäuser enthielten sogar eigene komplett eingerichtete Küchen – was man hat, das hat man. Dabei bekochten drei Frauen aus der Nachbarschaft die reiselustigen Ruderleute in bester Gastfreundschaft mit den köstlichsten portugiesischen Spezialitäten, wechselnde Reis- und Fleischgerichte, Salate, Suppen, Süßspeisen, dazu hausgemachtes Brot sowie zum Frühstück handgemachte Käse und Marmelade. Wer im gemütlichen Speisesaal des alten Haupthauses Platz nahm, konnte sich je nach Tageszeit auch stets sicher sein, dass es frischen Kaffee mit heißer Milch, frisch gepressten Orangensaft oder einen süffigen Hauswein gab. Und so war es fast schon ein wenig schade, dass zum Verweilen in dieser überaus einladenden Unterkunft immer nur die Tagesrandzeiten blieben. Gerade in den kalten Morgenstunden, wenn das Zusammenspiel von Wolken und tief einfallendem Sonnenlicht atemberaubende Muster und Farben auf den bis zum Horizont ineinander verschachtelt ruhenden Hügelketten entwarf. Die Weinberge, Oliven-, Mandel- und Feigenbäume sowie Haine voller Zitrusfrüchte ringsum leuchteten dann golden. Eine wunderbare Umgebung, fern jeden Lärms und fernab von jedwedem stressigen Alltagsszenario. Eine Natur mit fruchtbaren Böden, die schon die Römer in diese Gegend Europas getrieben hatte. Entlang der historischen Via Romana, einer aus Steinplatten aufgeschichteten Fernstraße, die sich bei genauer Hinsicht mehr als ein Pfad herausstellte, der zum Teil noch im Original erhalten geblieben war und entlang des ältesten Weinanbaugebiets der Welt über steile Hänge und durch weitläufige Täler mäanderte. Wie der Fluss Duoro, der die Lebensader dieser Region war.


40 Grad Celsius

Der Duoro, der herrliche Duoro, der magische Duoro – mit seiner Bilderbuchlandschaft an beiden Ufern. Historische Wehranlagen tauchten in ihr nur selten auf, etwa das Castelo de Numão – eine mittelalterliche Festung in Vila Nova de Foz Côa. Der Ort genoss weltweit weniger für diese Ruine als mehr wegen seiner sagenhaften Jahrtausendkunst Berühmtheit: Im Vale do Côa waren Dutzende Felszeichnungen mit meisterhafter Linienführung konserviert. Etwa 25.000 Jahre hatten die ältesten dieser in Stein hinterlassenen Zeugnisse im Tal des Flusses Côa schon überstanden. Die mit feinen Hilfsmitteln unter freiem Himmel in den Felsen geritzten Bilder stellten Pferde, Büffel, Ziegen, Nutztiere des täglichen Lebens und Überlebens dar. Legte man die Entstehungszeit der Zeichnungen zugrunde, überraschte manch perspektivischer Blick auf die Natur und ihre Lebe-wesen sowie die Lebendigkeit, mit der diese abgebildet worden waren. Ein nationaler Schatz, der beinahe untergegangen wäre. Denn das Tal sollte mit einem Staudamm versiegelt und überflutet werden. Die saftig grünen Auen des Hinterlands mit Weideland, die ersten in magischem Violett leuchtenden Ausläufer der Duoro-Weinberge am Horizont – all das wäre zusammen mit den zufällig bei der Landvermessung wiederentdeckte Felszeichnungen verloren gegangen. So aber hatte Portugal noch zum richtigen Zeitpunkt den Absprung geschafft und 1998 ein weiteres Unesco-Weltkulturerbe gewonnen.


Ruhiger Duoro mit Strand

Da schwammen sie wieder, die drei namenlosen Ruderboote, die nur an ihrem Sticker „Row for Fun“ zu identifizieren waren und die jeden Tag von Bernado und Juan engagiert begleitet wurden. Immer stromabwärts, buchstäblich hinab und immer dem Atlantik entgegen, führte die Passage durch enge Schluchten sowie über zu regelrechten Seen aufgestaute Wasserflächen. Bis zu 40 Meter tiefe Schleusen galt es entlang der fünftägigen Fahrt zu meistern. Fünf gigantische Bau-werke aus nacktem Beton, die mühelos als Kulisse für einen Sience-Fiction-Film hätten herhalten können und die zudem genug grünen Strom für den gesamten Norden Portugals produzierten. In ihren Schleusenkammern dümpelten die drei Ruderboote einsam und winzig klein – während das Wasser abgelassen wurde, der dunkle Rand an den nasskalten Wänden immer länger wurde und der Himmel darüber irgendwann zu einem schmalen blauen Band zusammengeschmolzen war. Dann hoben sich – unten im dunklen Schlund aus Stahlbeton angelangt – die gigantischen Tore und der Duoro ergoss sich jenseits der Talsperren jeweils in turbulenter Gischt. Druckvoll schossen seine Wasser seitlich der Schleusenkammer durch die Turbinen der Kraftwerke und wirbelten zurück in die Fahrrinne, die phasenweise einer Wildwasserfahrt glich. Schwappend und schaukelnd trieben darin die Boote voraus – die Skulls immer fest im Griff, die Seile des Steuers ebenfalls –, bis sich Wellen und Wirbel allmählich beruhigten, der Duoro herunterkochte und zurück zu einer entspannten Ruderroutine einlud.


Essen unter Sternen

Gelegenheit, die Blicke wieder auf die Umgebung und damit die Weinanbaugebiete zu lenken, deren Leben am Wasser dieses Flusses im nördlichen Portugal hing. Auf den meist weiß gekalkten Fassaden verschiedener Kellereien tauchten gut leserlich die Namen ihrer Eigner auf: Quinta do Javali, Quinta da Roêda, Quinta da Colmaça oder Quinta do Vale Martinho. Die Weingüter machten mit ihren imposanten Haupthäusern einiges her, und allein ihre Namen waren schon ein Fest. Einen Ausschnitt der hier vergorenen Tropfen bekamen die Mannschaften stets mittags und abends gratis serviert. Inklusive einer zusätzlich anberaumten Portwein-Verkostung am vierten Rudertag. Welch ein Glück, dass Wein als eingefangener Sonnenschein galt, denn an letzterem hatte es just an jenem Tag gefehlt. Knöchelhoch hatten sich die Ruderboote bereits am Vormittag mit Regenwasser gefüllt, und als dann hinter einer Flussbiegung schließlich noch ein fieser Westwind vom Atlantik aufpeitschte und kniehohe Wellen schickte, saßen alle bald schon buchstäblich im Wasser. Doch es mangelte bei niemandem an Herzblut und Energie, um bis zum planmäßigen Mittagsstopp weiterzumachen. Spätestens am Abend jenes Tages hatten sich alle Hotelzimmer mit klatschnasser Sportbekleidung gefüllt, zum Trocknen an Gardinenstangen und über Möbel gespannt. Höchst versöhnlich klang der Tag dann bei einem stilechten Dinner in einem wahrhaftigen Michelin-Sterne-Restaurant aus. Ungeheuerliche Gaumenfreuden wurden serviert samt passender Weinbegleitung. Sie ließen die Mühen des Vormittags vergessen.


Der Atlantik in Sicht

Schließlich kam der letzte Tag mit einer Zieletappe von 42 Kilometern. Alle Wetterberichte kündeten von neuerlichem Regen, Wind und damit Wellen. Von 15 Ruderleuten sprangen zehn ab und packten zwei Boote samt Ausrüstung zurück auf den stets mitgeführten Anhänger. Nur ein Boot stieß morgens im vorhergesagten Regen ab. Die Luft war herrlich frisch und nichts schien den Ruderfluss zu bremsen. Schlag um Schlag ging es voran. Ja, feiner Nieselregen sickerte irgendwann unter die Regenjacke. Ja, einige Wellen schwappten über die Bordwand in das Boot – ausgelöst nicht vom Wind, sondern der Begegnung mit einem der vielen schlanken Flusskreuzfahrtschiffe. Und doch: Die saftig grüne Natur, das insgesamt seichte Fahrwasser und einmal mehr die hübschen kleinen Dörfer an Land förderten eine fabelhafte Stimmung. Als dann bei der planmäßigen Pause im Vormittag an einem breiten Sandstrand schließend die Sonne vom blauen Himmel stach, blinzelte man nur noch staunend über das Gewässer und seine Umgebung. Entgegen aller Verheißung verschwanden jetzt die Regenjacken zum Trocknen im Bug und die letzte gemeinsame Etappe wurde perfekt. Alles hatte geklappt, die blanke Euphorie.


Wellen bei der Hafeneinfahrt nach Porto

An einer malerischen Bucht am Stadtrand vor Porto stießen die beiden anderen Rudermannschaften wieder dazu, um das finale Teilstück vereint im Trio anzugehen. Doch erst mal wurde wieder zünftig aufgetragen: Gegrillter Fisch, Kartoffeln, Salat und heiße Chilisalami – köstlich. Dazu Bier und offene Weine und hinterher Eis. Zurückhaltung bei der Versorgung der Gäste war und blieb ein Fremdwort. Auch an diesem Freitag, der anderswo auf der Welt als heilig galt und in ergriffener Andacht vor dem Osterfest verbracht wurde. Nicht so in der Kneipe Tasquinha Cais da Azenha, die in einer geräumigen Bretterbude wenige Schritte oberhalb des Duoros im Gestrüpp stand und in der sich Dutzende Burschen schon gegen Mittag lauthals grölend gegenseitig unter-gehakt hatten. Just im erzkatholischen Portugal fieberten sie in dem urig möblierten Speisesaal einer Hospitalidade, zwischen dunkel angelaufenen Zinntellern, angeschrammten Holzmöbeln, Regalreihen voller staubiger Pokale, ausgestopfter Vögel und barbusiger Keramiknixen. Derweil fieberten die Burschen in ihren Fußballtrikots stark alkoholisiert dem nahenden Spiel ihres Favoriten entgegen. Der FC Porto sollte am Nachmittag gegen einen anderen nationalen Topligisten antreten. Wen interessierte da schon die Karfreitagsruhe? Und wer daran noch Zweifel hatte, den überzeugte beim Verlassen der Speisewirtschaft ein gellender Pfiff vom Gegenteil: „Noch eine Runde Bier!“ – grölten die Burschen und unter ihrem aufbrandenden Tanz erzitterte die ganze Bude, während unten am Sandstrand still und leise die drei Ruderboote wieder zu Wasser gelassen wurden.

Schon verdichtete sich am Ufer die Bebauung. Enger und höher standen da die Häuser, alte Fabrikanlagen in Nachbarschaft mit rostigen Wassertürmen und dann – hinter einer weiteren ausladenden Kurve – die Einfahrt in den Hafen von Porto. Die drei Boote schaukelten in den Wellen, die die viele Ausflugsboote hier hinterlassen hatten, als es unter der alten Eisenbahnbrücke Ponte Maria Pia sowie ein Stück dahinter unter der alles überragenden Hängebrücke Luís I. hindurch ging. Am Ufer drängten sich die Touristen. Über die Osterfeiertage hatten viele Leute aus vielen Ecken der Welt anscheinend die Idee gehabt, die freie Zeit für einen stimmungsvollen Besuch im Südwesten Europas zu nutzen. Nun unternahmen Tausende von ihnen einen Bummel entlang des Duoro. Die riesige 385 Meter lange doppelstöckige Eisenbrücke im Rücken, hievten die Mannschaften schließlich unter den Augen der verdutzt dreinblickenden Touristengruppen ihre Boote zurück an Land. Die Wanderfahrt war zu Ende und Porto grüßte zum allmählich aufziehenden Abend mit einer Flut von Möglichkeiten.


Tschüss – Porto bei Nacht

Der Abend war tatsächlich sehr lang geworden. Beseelt von dem sechstägigen sportlichen Erfolg auf dem Duoro hatten sich die drei Rudermannschaften auf Einladung des Veranstalters noch ein-mal zum gemeinsamen Abendessen zusammengefunden. Alle jubelten, als die beiden Bootsjungs Bernado und Juan das wohnzimmergroße Lokal betraten. Sie hatten sich ihr Trinkgeld redlich verdient. Die Bedienung in der familiengeführten Gaststätte A Copo, nur wenige Schritte von dem erst kurz zuvor erreichten Landepunkt der Ruderboote entfernt, verwandelte sich in einen wahren kulinarischen Palast: Garnelen in Knoblauch, Speck und Schinken mit Feigen, handgemachte Käse von den Azoren, Filetspitzen in Schalotten, sieben Stunden gedünsteter Schweinebauch, grüne und schwarze Oliven, brutzelnde Aufläufe, gesottenes und gegrilltes Gemüse, Kabeljau in Dill. Der exzellente Weißwein floss in Strömen – bis mit der Crème Brûlée gegen Mitternacht der Zenit erreicht war. Zu Fuß wandelten alle in ihre Unterkünfte, die Gruppe löste sich in dunkler Nacht allmählich in alle Himmelsrichtungen auf. Frische salzige Atlantikluft belebte nach einem langen Tag auf dem Wasser und einem langen Abend in der Kneipe am Cais de Gaia. Zwischen Unter- und Oberstadt galt es, ein letztes Mal die steilen Treppengänge durch die Gassen der Altstadt zu bewältigen. Hinter den verschachtelt stehenden Häusern am Hang immer wieder der Blick auf die grell ausgeleuchtete, alles überschattende Hängebrücke Ponte Luís I. Der Duoro lag darunter wie ein schwarzes Band in der Nacht.
Es war geschafft.