Douro – eine Flusskreuzfahrt durchs Miniaturwunderland
Ruderwanderfahrt auf dem Duoro
13. bis 18. April 2025
Fahrtenleitung: Row For Fun, Portugal
Text: Heike Schaefer · Fotos: Fahrtenteilnehmer
Schönheit liegt im Auge des Betrachters, ebenso jeder Reisebericht und auch immer die Empfindung für sehenswert, schön, nass, kalt, hungrig, müde, Alkoholgehalt im Körper.
15 Ruderwillige reisten, eine bunte Mischung aus 4 Rudervereinen (Wikinger RV, Ruderclub Dresdenia RV, Ruderclub Germania Kiel, ARV Hanseat)

Wir sieben Hanseaten schauten im ältesten Weinbaugebiet der Welt, ob Regen und Welle dort anders sind als auf Alster, Elbe und Bille. V.l.n.r.: Ruth Severin, Ralf Lange, Marc Tornow, Eva Maria Lange, Konrad Steidel, Heike Schaefer, Michael Schwarz
Bevor es auf den Fluss ging, besichtigten einige von uns Porto.
Die Brücken, durch die wir am Ende der Tour durchfuhren, sind auch von oben sehr imposant. Entworfen von Herrn Eiffel und seinem Schüler T. Syring, erbaut von einer belgischen Firma 1886-1881. Sehenswert ist die ganze Stadt, die nah am Atlantik liegt, dessen Wind wir später kennenlernen sollten!

Zu Beginn der Fahrt von Land aus besichtigt: Die letzte Brücke, die den Duoro bei Porto überspannt
Und nun war der Sonntag 13.04.2025 endlich da.
Ab zum Bahnhof Sao Bente und rein in den historischen Zug, der uns in drei Stunden bis nach Pocinho brachte. Dort warteten unsere Toure-Guides Bernado und Juan von Row for Fun auf uns.
Vom Zug aus hatte man den Fluss im Blick. Ich dachte: Oh je, da sind ja Stromschnellen – ach so, Row for Fun ist Programm…

Bernardo und Juan legten ihr Herzblut in eine tolle Versorgung der Gäste
Wie war der erste Tag? Vom Zug zum Picknick, ins Ruderboot, zur Unterkunft, zum Abendessen, ins Bett.
Darauf folgend hatten wir das Glück, zwei Nächte in der kleinen Stadt Murça in den Weinbergen zu nächtigen. Ursprüngliche Steinhäuser waren zu sehr schönen Unterkünften modernisiert, in denen wir wohnten. Im Haupthaus gab es Frühstück und Abendessen. Eine liebevolle Küchencrew bewirtete uns.

Murça
Es folgten fünf weitere Rudertage. Jeden einzelnen vom Frühstück bis zum gemütlichen Abendessen mit imposanten Eindrücken während der Fahrt zu beschreiben, würde zu lang.
Das Wetter zeigte sich wechselhaft bis regnerisch, anders als zu Beginn der Reise in Porto bei bis zu 40 Grad Celsius. Anmerkung der Redaktion: In Hamburg war es im gleichen Zeitraum wärmer als in Portugal und regenfrei.
Der Douro hatte oft eine nicht zu verachtende Welle.
Ich hatte vorher über die Tiefe der Schleusen gelesen. Es ist interessant, darin zu stehen und keine Phobien zu haben.

DAS sind Schleusen!
Wir ruderten aber nicht nur
Ein Ausflug führte uns zum UNESCO Weltkulturerbe Parque Arqueologico do Vale do Coa, einem prähistorischen Park an den Ufern des Flusses Coa. Dort besichtigten wir Felszeichnungen datiert ca. 20.0000 v. Chr.
An einem anderen Tag gab es in der Mittagspause eine Besichtigung eines Weinkellers mit Essen und Portweinprobe. Vor dem Essen mussten wir uns trocknen und mit Entspannungsübungen vorbereiten.

Vor der Portweinprobe erst einmal entspannen und trocken werden
Ein anderes Mal fuhren wir zum Essen in eine Hospitalidade (Gastwirtschaft). Vor dem Essen gab es im angeschlossenen Laden für portugiesische Spezialitäten eine Vorführung, wie Mandeln veredelt werden. Im Douro-Tal wird nicht nur Portwein erzeugt, auch Mandeln- und Olivenanbau gehören zur landwirtschaftlichen Produktion. Ein Abendessen mit oder unter Sternen fehlte auch nicht.
Unsere Urlaubstage waren so reich angefüllt, dass ich oft dachte: Wie lange bist du eigentlich schon unterwegs?

Das schöne Rahmenprogramm steht im Kontrast zu den Herausforderungen des Wetters in dieser Woche
Letzter Rudertag: Es regnete wie aus Eimern, zum Ziel war eine Etappe von über 40 km zu rudern. Sie sollte uns in den Hafen von Porto führen.
Nur ein Boot, fünf ganz Wasserfeste, fuhren diese Etappe aus. Wir anderen nahmen den Hänger für die Boote in Anspruch und ließen uns erst ca. 15 km vor Porto einsetzen, um in den Hafen von Porto zu rudern. Die Hafeneinfahrt war ohne Gegenwind und Welle aus Richtung Atlantik gut zu meistern.

Die letzte Brücke der Fahrt in Porto, nun vom Boot aus
An diesem Abend gab es noch ein fantastisches Abschlussessen in einer Bar im Hafen von Porto, die wir ganz für uns hatten.
Fazit:
Der Douro ist die Steigerungsform von spannend.
Das Regenwetter habe ich nach Hamburg gewünscht, fand leider nicht statt.
Das Essen und der Wein waren immer sehr lecker.
Remar em paisagens lindíssimas, vinhos muito bons e comida excelente, e acima de tudo amigos remadores fantásticos!
Wir bedanken uns bei Bernado und Juan für die schöne Reise.
Die zwei legen ihr Herzblut in Row for Fun.
Danke an Eva Maria vom ARVH und an Thomas vom Wikinger RV für die Orga.
Wir waren ein gutes Team und hatten eine schöne Zeit.
Tschüss, Adeus!
