Rheinmarathon

25.03.2020 | Kategorien: ,

Text: Markus Morick
Fotos: Markus Morick, Veronica Dörnte, Ulrike Schreiber · Regatta-Aufnahmen von der Website des Ruderclubs Germania Düsseldorf von 1904 e.V.

Relativ früh im letzten Jahr – es war wohl bei der Vorstellung der Wanderfahrten 2019 – kam der Gedanke auf, »mal am Rheinmarathon teilzunehmen«. Ruth (Severin) hat sich dann gleich um eine Unterkunft bemüht und die Mannschaft war auch schnell zusammengestellt (Ruth, Ulrike, Vero und ich).
Eine direkte Vorbereitung als Mannschaft gab es nicht. Jede*r hatte einen eigenen »Trainingsplan«, um sich auf die gut 42 km Dauerrudern vorzubereiten. So wurden verschiedene Wanderfahrten – so z.B. auch der Elbinsel-Marathon – genutzt, um fit für den Rhein zu sein. Und Ulrike, Vero und ich trainierten sowieso schon gemeinsam für den Fari-Cup.

Die Hansea*innen in der Luzern – am Steuer: Beatrice Lindecke vom Düsseldorfer RV 1880

Die wesentliche gemeinsame Vorbereitung bestand daher darin, uns über Kohlenhydrat-Gels schlau zu machen: Tests lesen, Vorräte in den Drogeriemärkten checken, verkosten – und üben, wie man während des Fahrens am besten trinkt usw. Denn während des Marathons das Boot anzuhalten und Pausen zu machen hätte ja Zeit gekostet. Eine ganz neue Herausforderung!
Am 3. Oktober brachten wir das Boot zu den Wandsbekern bei den Teichwiesen, weil es dort auf dem Hänger mitfahren durfte.
Am Freitag ging es (ganz schön aufgeregt) im Regen nach Düsseldorf, die Wetteraussichten waren nicht so dolle. Doch kurz vor Düsseldorf hörte der Regen auf.
Am Sonnabend hatten wir dann gute Bedingungen: trocken, bewölkt, um die 12 Grad. Für eine Ausdauerstrecke gute Voraussetzungen.

Die Hansea*innen in der Luzern – am Steuer: Beatrice Lindecke vom Düsseldorfer RV 1880

Am Morgen am Busstop zum Transfer nach Leverkusen trafen wir dann auch das erste Mal die uns zugeteilte, reviererfahrene Steuerfrau: Beatrice Lindecke ist eine Legende auf dem Rhein. Alle beneideten uns um diese so gute und erfahrene Steuerfrau. Und so steuerte sie uns sanft und vorausschauend über den Rhein, als wäre es der Alsterkanal bei schönstem Wetter.
Die Strecke haben wir alle gut geschafft und wir waren erstaunt, wie schnell sie doch zu bewältigen war (02:47:26 h – im Gesamtplacement Platz 141 von 169 gestarteten Booten). Im Boot haben alle ihr Bestes gegeben – und die Anstrengung war erst so richtig an Land zu spüren.
Doch erstaunlicherweise waren alle wieder fit für die Party am Samstag Abend, auf der dann auch noch ausgiebig getanzt wurde – das geht auch mit blutigen Händen. Am Sonntag dann die Rückfahrt, das Boot wieder auf dem Hänger des Wandsbeker RV.
Es war ein tolles Wochenende!

Die Medaille für die erfolgreiche Teilnahme am Rheinmarathon 2019